Wie entstand „Die kleine Börse e.V.“?


Im März 2008 trafen sich interessierte Bürgerinnen und Bürger aus unterschiedlichen Vereinen, Kirchengemeinden und Gruppierungen in der Diakonischen Bezirksstelle Herrenberg, um über eine neue Form von

Begegnung in Herrenberg nachzudenken.

Aus diesem ersten Treffen entstand ein Arbeitskreis. Die Gruppe erarbeitete eine Konzeption. Sie beschäftigte sich mit der Problematik von „Arm und Reich“ in unserer Stadt, sprachen über offene Angebote für behinderte Menschen, dachten über Treffs für Alleinerziehende und ältere Menschen nach.

Unter dem Motto „Menschen begegnen Menschen“, wollte man einen Ort schaffen,

  • an dem Menschen sich wohl fühlen

  • Kontakte geknüpft werden können

  • Menschen da sind, die zuhören

  • wo es Gesprächspartner bei Sorgen und Nöten gibt

  • man sich wahrnimmt und wertschätzt

  • behinderte Menschen Akzeptanz und Assistenz erfahren

  • es auch für Menschen mit kleiner Börse möglich ist, Getränke und Speisen zu genießen.

In weiteren Schritten wurde über Räumlichkeiten, Finanzierung und Rechtsformen nachgedacht. Die neue Begegnungsstätte sollte „Die kleine Börse“ genannt werden. Ein wahrer Glücksfall war, dass diese Idee für die Weihnachtsspendenaktion Miteinander – Füreinander ausgewählt wurde. Ohne eine Anschubfinanzierung wäre es nicht möglich gewesen, das Projekt zeitnah umzusetzen. Für die großartige Berichterstattung des Gäubote sind wir nach wie vor sehr dankbar, denn viele Leserinnen und einige Leser fühlten sich angesprochen, bei der kleinen Börse ehrenamtlich mitzuarbeiten.

Am 21.11.2008 konnte der Verein „Die kleine Börse“ gegründet werden, der inzwischen auch e.V. und als gemeinnützig anerkannt ist. Eine Besonderheit ist, dass sich in Herrenberg Mitglieder beider großer Kirchen, unterschiedliche Vereine und Privatpersonen zusammengefunden haben, um diesen Verein zu gründen und intensiv an einer guten Sache zusammenzuarbeiten:

  • Deutsches Rotes Kreuz, OV Herrenberg

  • evangelischer Kirchenbezirk

  • evangelische Kirchengemeinde

  • katholische Kirchengemeinde

  • Lebenshilfe für Menschen mit Behinderung

  • Mitbürgerhilfe

  • Privatpersonen

Im Januar entschloss sich

der Verein nach umfangreichem Suchen, die ihnen von der Familie Mathyschok angebotenen Räumlichkeiten ihrer Bäckerei in der Hildrizhauser Str. 5 anzumieten. Für die Wahl sprach die Nähe zur Stadt, ebenerdiger und rollstuhlgerechter Zugang. Ferner gibt es genügend Platz für eine große Küche. Mahlzeiten können vor Ort gekocht werden. Da die kleine Börse zunächst nicht die gesamte Fläche benötigt, wird die Backstube an den Diakonieladen-Fundgrube untervermietet. Hier befindet sich nun ein Ausstellung- und Verkaufsraum für Möbel. Wir freuen uns, dass wir an dieser Stelle miteinander kooperieren können.

Am 17. Oktober 2009 wurde unsere Begegnungsstätte eröffnet.